Ein Stadtteil wehrt sich

Bis zu 500 Menschen auf der Kiez-Demo durch Nord-NeuköllnIndy_1

Nach einer kurzen Verschnaufpause melden wir uns zurück. Am vergangenen Samstag fand die – von solidarischen Nachbar*innen organisierte – Kiez-Demo unter dem Motto „Wir bleiben alle!“ statt. Bis zu 500 Menschen trotzten dem ekligen nass-kalten Wetter und zogen vom Hermannplatz, quer durch den Reuterkiez bis zum Amtsgericht Neukölln. Vorbei ging es an verschiedenen Orten der Verdrängung, aber auch des Widerstands dagegen. Mit Zwischenkundgebungen und entsprechenden Redebeiträgen wurde auf verschiedene Schweinereien im Kiez aufmerksam gemacht: Die drohende Zwangsräumung des Allmende e.V., die Umwandlung in Eigentumswohnungen durch die Berlin Aspire GmbH in der Hobrechtstraße 40, die drohende Räumung der Refugees aus der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße, die Verdrängung rund um Pannierstraße / Weserstraße und natürlich auch die Machenschaften unserer geschätzten Citec Immo Invest GmbH in der Friedelstraße 54 und der Fuldastraße 53.

Wir freuen uns, dass so viele Menschen sich mit uns und den anderen bedrohten Häusern und Projekten solidarisch gezeigt haben. Entsetzt hat uns, dass wir durch einen Bericht erfahren mussten, dass der bereits mehrfach erwähnte Christian R. (der Bauleiter der Modernisierungsmaßnahmen in unserem Haus und der Fuldastraße 53, Belheim Dienstleistungen GmbH) mit einem Handlanger die Demonstrationsteilnehmer abfotografiert und -gefilmt hat. Eine Tätigkeit, die doch weit über seine Funktion als Bauleiter hinausgeht möchten wir meinen. Dennoch hinterließ die Demonstration ein gutes Gefühl und bestärkt uns in unserem Widerstand gegen die aufgezwungenen und ungewollten Modernisierungsmaßnahmen und die einhergehenden Schikanen seitens unserer Eigentümer.

Zur Demo gab‘ es einige tolle Pressebeiträge: Einen Videobeitrag des RBB im Rahmen der Abendschau vom 14.03.2015, einen Artikel im MieterEcho Online, einen Radiobeitrag von Radio Aktiv Berlin, sowie Fotostrecken von Christian Jäger, Sozialfotografie und dem Bündnis „Wir bleiben alle!“

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