New owner – same shit! Kiezladen F54 bleibt!

Da unsere lieben Nachbarn aus dem Erdgeschoss auch unter den neuen Eigentümern akut räumungsbedroht sind – bzw. schon verdrängt wurden, wie unser Handwerker W., welcher seit Jahrzehnten hier ansässig war und dessen Mietvertrag zum 31.12.2016 gekündigt wurde! – haben wir als Hausgemeinschaft wieder einmal ein Unterstützungsschreiben aufgesetzt (leider gab es bisher keine Reaktion von Seiten der Eigentümer). Niemand in unserem Haus -und Kiez- will, dass der Kiezladen geräumt wird. Eine Räumung wäre demokratisch NICHT legitimiert!

Sehr geehrte Damen und Herren von der Pinehill S.á.r.l.,
die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Friedelstraße 54 in Berlin-Neukölln unterstützen hiermit ausdrücklich das Bemühen des Akazie-Berlin e.V. einen neuen Mietvertrag zu erhalten.

Der Verein betreibt seit vielen Jahren unkommerziell den Kiezladen F54 im Erdgeschoss unseres Hauses und bereichert unsere Nachbarschaft mit vielfältigen sozialen und kulturellen Angeboten. Diese sind unter anderem:

  • Essen und Getränke auf Spendenbasis für Anwohner*innen, Bedürftige, Flüchtlinge
  • Kindernachmittage, Spielabende und Lernangebote
  • Kunst- und Kulturprojekte, beispielsweise mit Siebdrucktechnik
  • Workshops und Seminare unterschiedlicher Art
  • kostenloses Kleider-Sharing in der Freebox
  • Food-Coop und Organisation unkommerzieller, ökologischer Landwirtschaft

Zudem steigert der Kiezladen die Wohnqualität der Anwohnerinnen und Anwohner, da diese die  Angebote teilweise selbst nutzen oder sogar  selbst anbieten.
Die Kündigung dieser Vereinsräume und die anschließende Räumungsklage haben innerhalb des Hauses und weit darüber hinaus für Bestürzung und Anteilnahme gesorgt. Wir würden den Verlust dieser Räume sehr bedauern und sehen einer möglichen Räumung und dem damit einhergehenden Unfrieden in unserer Nachbarschaft mit großer Sorge entgegen.
Das soziale Zusammenleben hier im Haus ist gewachsen und durch Rücksichtnahme und Respekt geprägt. Insofern konnten durch die vorhandene Hellhörigkeit entstandene Probleme in der Vergangenheit einvernehmlich beigelegt werden. Im Falle einer Neuvermietung der Vereinsräume befürchten wir zusätzlich größere Konflikte, vor allem um Lärm- und Geruchsbelastungen.
Insofern bitten wir Sie dringend, dem Verein „Akazie-Berlin“ einen neuen, bezahlbaren Mietvertrag auszustellen bzw. die Gültigkeit des alten Vertrages wiederherzustellen und somit den sozialen Frieden in unserem Haus und in unserer Nachbarschaft zu erhalten. Wir wissen, dass die Kündigung nicht von Ihnen ausgesprochen wurde und hoffen sehr, dass Sie diesen unpopulären Weg der ehemaligen Eigentümer nicht weiter verfolgen werden.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,
die Hausgemeinschaft der Friedelstraße 54

 

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Man will uns wegmodernisieren

Härte wegen der frei erfundenen Gründe
Härte wegen der Dauer der Belastung
Härte wegen des Umgangs mit Bewohnern
Härte wegen der hochgetriebenen Mieten.

Härte wegen bewiesen geringen Nutzens
Härte wegen des Rückbaus des Sanierten
Härte wegen der kostentreibenden Planung
Härte wegen Gefährdung der Bausubstanz.

Härte wegen erhöhtem Bedarf an Wartung
Härte wegen der bald erwartbaren Schäden
Härte wegen gestiegener Umweltbelastung
Härte wegen Vernichtung vieler Ressourcen.

Härte wegen Verschandelns der Fassade
Härte wegen der leichter brennbaren Wände
Härte wegen der schwächer belichteten Räume
Härte wegen der Gifte, der Feuchte und Schimmel.

Härte wegen der falschen Profiteure
Härte wegen der Rechte zum Vorteil von Lobbys
Härte wegen Missachtung allen Sozialen
Härte wegen kritikloser Politik.